Von Kleingärtnern, Nekrophilen und anderen Bestien. Monster und Monstrosität in Jörg Buttgereits Nekromantik

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Catherin Persing

Abstract

Monstrosität ist eine Zuschreibung, die sich primär über die Bezugnahme auf kulturelle Kodizes artikuliert, gegen die das Monster verstößt. Als Phänomen der Abweichung entsteht es in engem Zusammenhang mit seinem soziokulturellen Background und lässt darum Rückschlüsse auf das Umfeld zu, dem es entstammt. Dieses reflexive Potenzial zeigt sich gerade im Horrorfilm, der über die Figur des Monsters auf seine gesellschaftliche Wirklichkeit Bezug nehmen kann. Anhand des deutschen Horrorfilms Nekromantik (1987) von Jörg Buttgereit soll der Versuch unternommen werden, die Filmmonster an ihre Entstehungszeit rückzukoppeln. Der Film stellt sich in der Analyse als schonungslose Gesellschaftskritik dar, bespiegelt die deutsche Identität und arbeitet hochgradig selbstreflexiv. Die konstante Unterwanderung der Sehgewohnheiten drängt zur Auseinandersetzung mit dem kulturell Unerwünschten.

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