Femizid statt Happy End. Die Netflix-Serie You als Aushandlungsraum eines gewaltmaskierenden Liebesdispositivs

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Charlotte Amian

Abstract

In der Netflix-Serie You werden Strukturen eines zeitgenössischen Verständnisses von romantischer Liebe sichtbar, die patriarchale Gewalt maskieren. Die Serie handelt von einem erotomanen Stalker und Serienmörder, der seine Gewalt mit normativen Liebeslogiken rechtfertigt. Während You somit einerseits gewaltmaskierende Strukturen im Kontext der romantischen Liebe aufdeckt, nutzt die Serie diese gleichzeitig, um eine komplizenhafte Haltung des Publikums hervorzubringen. Das entstehende Spannungsverhältnis schafft einen komplexen Aushandlungsraum, in welchem die Widersprüche und Ambivalenzen eines gewaltmaskierenden Liebesdispositivs greifbar in Relation stehen. 

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