Größenordnungen und Einstellungsgrößen. Wie können die Eskalierungen des Anthropozäns kadriert werden?

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Timo Zohren

Abstract

Ausgehend von der Frage, wie das Anthropozän filmisch sichtbar gemacht werden kann, analysiert der Aufsatz die unterschiedlichen ästhetischen Strategien der Filme Anthropocene: The Human Epoch (2018) und Yuma: Land Of Friends (2014). Während Anthropocene durch abstrakte Großaufnahmen und weite Totalen die planetarische Zerstörung ins Bild setzt, verdeckt er zugleich die zugrunde liegenden Strukturen von Kapitalismus und Kolonialismus. Yuma fokussiert – gegen diese globale Sicht – auf lokale Verstrickungen und die Eigenständigkeit einzelner Skalen, indem er die Perspektive der Anwohner_innen und des Flusses Yuma hervorhebt. Der Aufsatz zeigt, dass die ästhetische Darstellung des Anthropozäns stets auf Fragen der Skalierung und Perspektive bezogen ist.

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